Düsseldorfer baut Elektroauto in Kleinserie

Die Hornisse war Vorbild für den Sound - Foto von: © Alekss - Fotolia.com

Die Hornisse war Vorbild für den Sound - Foto von: © Alekss - Fotolia.com

Michael Fröhlich ist in der deutschen Autoszene bekannt wie ein bunter Hund: er verkaufte Hitlers Mercedes sowie einen Lincoln Continental der Papst Johannes Paul II gehörte und in Düsseldorf ist er als der Mann bekannt, der in einem ausgebrannten und übel verrosteten Rolls-Royce unterwegs ist, aber am bekanntesten wurde er für seine Replikas der legendären AC Cobra die nicht gerade für ihre Umweltfreundlichkeit bekannt war.

Doch seit letztem Jahr arbeitet Michael Fröhlich an einem neuen Projekt, das weit weg geht von der Art Auto mit der er berühmt wurde: der PG Elektrus, ein Zweisitzer mit Elektromotor und vielleicht das spektakulärste Elektroauto Deutschlands, steht als Kleinserienmodell kurz vor der Auslieferung. Bis zu 270 PS soll der Elektrus auf die Straße bringen, bei einer angeblichen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 Stundenkilometern!
Die Idee wurde laut Fröhlich aus dem Wunsch geboren „ein geiles Auto mit gutem Gewissen“ und „Emotionen ohne Emissionen“ zu produzieren. Die Basis seines Elektrus bildet, ähnlich wie bei Tesla Motors, dem amerikanischen Vorreiter in Sachen Elektrowagen, der Lotus Elise, um einen sehr leichten Rahmen zu haben für die teilweise sehr schweren Batterien.

Haifisch mit Hornissensound

Was beim PG als erstes auffällt, ist die extrem markante Frontpartie, deren Vorbild Fröhlich im den Haien aus dem Disneyfilm „Findet Nemo“ fand. Ein Elektrosportwagen mit dem Gesicht eines Hais – Michael Fröhlich wird seinem Ruf als Paradiesvogel wieder einmal mehr als gerecht. Doch nicht nur optisch, auch akustisch soll der Elektrus, dessen Rückleuchten (nicht zufällig) stark an das Logo der Comic-Helden „X-Men“ erinnern, bedrohlich wirken. Also hat sich Fröhlich für das künstlche Geräusch das sein Elektroflitzer bei langsamer Fahrt von sich gibt von einem Hornissenschwarm inspirieren lassen, einem Geräusch das von Menschen schnell als natürliches Warn- und Alarmsignal wahrgenommen wird.

Kraft und Connections

Auch wenn die optischen und akustischen Spielereien auf den ersten Blick tatsächlich wie Spielereien wirken können – sieht man den Elektrus allerdings in Aktion, wird schnell klar wie ernst Michael Fröhlich dieses Projekt nimmt. Diverse Porsche- und Sportwagenfahrer fielen schon auf seinen Flitzer herein und wenn er mit einem Tritt auf Gaspedal den meisten Autos problemlos davonzieht kann er sich starker Glücksgefühle nicht erwehren.

Und um diese Glücksgefühle teilen zu können, hat sich Fröhlich mit Manuel Ostner, dem Gründer von PG Bikes, nun einen Partner ins Boot geholt, der ihm zukünftig in Sachen Vertrieb und vor allem Connections dabei helfen soll, seinen Elektrohai an den ökologisch interessierten Sportwagenfan zu bringen. 240.000 Euro Einstiegspreis schränken die Zielgruppe allerdings doch gehörig ein.

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